Trainingsdaten für humanoide Roboter aus Ihrer Produktion
Humanoide Roboter sollen dort arbeiten, wo heute Menschen Bauteile greifen, Material bereitstellen oder Maschinen bedienen. Ob das zuverlässig gelingt, hängt weniger an der Hardware als an den Daten, mit denen sie trainiert werden. Wir helfen Unternehmen, ihr Prozesswissen in solche Daten zu übersetzen.
ITCINITY baut keine Roboter. Für die humanoide Robotik erfassen, schützen und strukturieren wir die Daten und arbeiten dafür mit Robotikpartnern zusammen.
Wo die humanoide Robotik heute steht

Mehrere Hersteller zeigen humanoide Roboter, die Kisten tragen, Teile sortieren oder Maschinen beladen. In der Industrie laufen die meisten davon als Pilotprojekte, nicht im Dauerbetrieb. Taktzeit, Zuverlässigkeit über ganze Schichten und die Kosten je Arbeitsstunde sind noch offene Fragen.
Interessant sind Humanoide dort, wo die Umgebung für Menschen gebaut ist: Regale, Treppen, Werkbänke, Maschinen mit Bedienfeldern. Für viele Aufgaben ist heute ein Roboterarm oder ein mobiler Roboter die sicherere und günstigere Wahl. Das prüfen wir für jeden Anwendungsfall, bevor Daten erfasst werden.
Warum Videos allein nicht reichen

Ein Bauteil erkennen, sicher greifen und richtig einsetzen ist für erfahrene Mitarbeitende selbstverständlich. Ein Roboter muss dafür Wahrnehmung, Bewegung und Kraft aufeinander abstimmen, und das bei wechselnden Teilelagen, unterschiedlichen Materialien oder einem verrutschten Werkstück.
Videos erfolgreicher Abläufe zeigen nur einen Teil davon. Für das Training braucht es zusätzlich Bewegungsdaten, Kontaktkräfte, das Ergebnis jedes Versuchs und Aufnahmen davon, wie Menschen Fehler korrigieren. Ziel ist, dass der Roboter eine Aufgabe unter wechselnden Bedingungen immer wieder sicher und in der geforderten Qualität ausführt.
Wie Trainingsdaten für Roboter entstehen
Meist werden mehrere Verfahren kombiniert. Welche, hängt von der Aufgabe, vom Zielroboter und von der nötigen Genauigkeit ab.
Lernen durch Vormachen
Fachkräfte führen den Arbeitsablauf aus, Kameras und Sensoren zeichnen jeden Schritt auf.
Teleoperation
Ein Mensch steuert den Roboter aus der Ferne. Dabei entstehen Bild-, Bewegungs- und Zustandsdaten, die direkt zum Roboter passen.
Instrumentierte Handgreifer
Tragbare Greifer mit Kameras zeichnen Handhabungsaufgaben am Arbeitsplatz auf, ohne dass dort schon ein Roboter steht.
Simulation und synthetische Daten
Digitale Umgebungen ergänzen reale Aufnahmen um weitere Varianten und gezielt erzeugte Störfälle.
Lernen aus dem Betrieb
Kontrolliert erfasste Fehlversuche und menschliche Korrekturen zeigen, wo das Modell noch schwach ist.
Was in der Simulation funktioniert, muss am realen Roboter erneut geprüft werden.
Vom Arbeitsablauf zum trainierten Roboter
In fünf Schritten wird aus dem Wissen Ihrer Mitarbeitenden ein Datensatz, mit dem Robotikpartner trainieren können.
Anwendung auswählen
Arbeitsablauf, Qualitätsanforderungen und Wirtschaftlichkeit prüfen. Dabei klären, ob ein humanoider Roboter, ein Roboterarm oder ein mobiles System am besten passt.
Arbeitsabläufe erfassen
Typische Arbeitsschritte, ihre Varianten und die Korrekturen erfahrener Mitarbeitender mit passender Sensorik aufnehmen.
Daten aufbereiten und schützen
Aufnahmen zeitlich abgleichen, bewerten und strukturiert bereitstellen. Zugriffsrechte, Vertraulichkeit und Nutzungsrechte von Anfang an festlegen.
Modelle anpassen und testen
Mit dem Robotikpartner trainieren und den Erfolg an Teilequalität, Taktzeit und der noch nötigen menschlichen Unterstützung messen.
Gezielt nachbessern
Weitere Daten dort erfassen, wo der Test Schwächen zeigt. Jedes aktualisierte Modell vor dem Einsatz erneut prüfen.
Wofür sich das eignet
Geeignet sind wiederkehrende Handhabungsaufgaben, bei denen Menschen heute viel Zeit mit Greifen, Tragen und Ablegen verbringen.
- Bauteile entnehmen, sortieren und lagerichtig ablegen
- Material und Komponenten für die Montage bereitstellen
- Maschinen und Prüfstationen be- und entladen
- Wiederkehrende Handhabungs- und Verpackungsaufgaben
Ein Einsatz kann körperlich belastende Routinearbeit verringern, Abläufe gleichmäßiger machen und mehr Spielraum bei wechselnden Varianten geben. Das Erfahrungswissen langjähriger Mitarbeitender bleibt außerdem strukturiert erhalten. Ob sich ein Einsatz rechnet, hängt vom Einzelfall ab, denn neben der Hardware kosten auch Integration, Training, Betreuung, Wartung und mögliche Stillstände.
Datenschutz, Betriebsrat und Sicherheit

Wer Mitarbeitende bei der Arbeit filmt oder ihre Bewegungen aufzeichnet, verarbeitet personenbezogene Daten. Zweck, Rechtsgrundlage und Speicherdauer müssen vorher feststehen, die Beschäftigten werden informiert, und je nach Umfang ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig. Weil Kameras und Sensoren Verhalten und Leistung erfassen können, ist in der Regel der Betriebsrat zu beteiligen.
Aufnahmen aus der Produktion enthalten oft Betriebsgeheimnisse. Wir können sie lokal auf dem AI Cube verarbeiten und nur die für den vereinbarten Zweck nötigen Daten an Robotikpartner weitergeben. Wer welche Daten nutzen darf, wird vertraglich festgelegt.
Ein Roboter im Betrieb braucht außerdem eine Risikobeurteilung und eine Sicherheitsbewertung des Gesamtsystems. Ab dem 20. Januar 2027 gilt dafür die neue EU-Maschinenverordnung. Diese Bewertung und Praxistests gehören zu jeder Umsetzung.
Wer was übernimmt
ITCINITY
- Arbeitsabläufe analysieren und Anwendungsfälle bewerten
- Erfassung planen und mit geeigneter Sensorik durchführen
- Daten lokal speichern, aufbereiten und strukturiert bereitstellen
- Datenschutz, Zugriffsrechte und Nutzungsrechte organisieren
- Anbindung an Ihre IT und Produktionssysteme
Robotikpartner
- Roboterhardware und Greifer
- Training und Anpassung der Robotermodelle
- Integration in die Zelle oder Linie
- Sicherheitsbewertung und Inbetriebnahme
- Wartung des Robotersystems
Häufige Fragen zu Trainingsdaten für Roboter
Was sind Trainingsdaten für Roboter?
Aufzeichnungen davon, wie eine Aufgabe ausgeführt wird: Kamerabilder, Bewegungen, Greif- und Kontaktkräfte, Zustände der Maschine und das Ergebnis jedes Versuchs. Daraus lernt ein Robotermodell, die Aufgabe selbst auszuführen.
Wie werden Trainingsdaten für humanoide Roboter erfasst?
Durch Vormachen mit Kameras und Sensoren, durch Teleoperation eines Roboters, mit instrumentierten Handgreifern, ergänzt um Simulation und um Daten aus dem laufenden Betrieb. Meist werden mehrere Verfahren kombiniert.
Lohnt sich ein humanoider Roboter für unser Unternehmen schon heute?
Für die meisten Aufgaben ist heute ein Roboterarm oder ein mobiler Roboter wirtschaftlicher. Humanoide sind vor allem dort interessant, wo die Umgebung für Menschen gebaut ist und ein Umbau teuer wäre. Wer jetzt Prozessdaten strukturiert erfasst, kann sie für beide Wege nutzen.
Dürfen wir Mitarbeitende für das Robotertraining aufzeichnen?
Ja, mit klarem Zweck, Rechtsgrundlage, Information der Beschäftigten und begrenzter Speicherdauer. Je nach Umfang ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig, und der Betriebsrat ist in der Regel zu beteiligen. Wir planen die Erfassung entsprechend.
Baut ITCINITY Roboter?
Nein. Wir analysieren Abläufe, erfassen und schützen die Daten und bereiten sie auf. Roboter, Training der Modelle und Inbetriebnahme übernehmen spezialisierte Robotikpartner.
Bleiben unsere Produktionsdaten bei uns?
Das legen wir fest. Aufnahmen können lokal auf dem AI Cube verarbeitet werden, an Robotikpartner gehen nur die vereinbarten Daten für den vereinbarten Zweck.
Einsatz humanoider Roboter in Ihrer Produktion prüfen
Sprechen Sie mit uns über Ihren Anwendungsfall und die Voraussetzungen für einen ersten Pilotversuch. Das Erstgespräch ist kostenlos.
